Kulinarische Tradition

ZWILLING CULINARY WORLD, Ziel: Deutschland

ZWILLING Knives Production

"Die deutsche Handwerkskunst ist geprägt von Tradition, Kompetenz und Erfahrung, die über Generationen weitergegeben wird."

Martin Löhndorf – ZWILLING Messerschleifer, Solingen


ZWILLING CUlinary World

Als eine der ältesten Marken der Welt steht ZWILLING seit jeher für Tradition, Innovation, Qualität, Design, Vielfalt und Vertrauen.
Aber das ist nicht alles.
Wir gingen auf eine kulinarische Reise namens "ZWILLING Culinary World" mit der Food-Bloggerin Meike Peters von eat in my kitchen. Wir erleben fremde Länder durch die Augen ihrer Gerichte, Kultur und Lebensweise. Wir treffen uns in der Küche zum gemeinsamen Essen, Trinken und Genießen.

Unsere Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil dieses Rituals, das unverzichtbar ist und die Zubereitung Ihres Lieblingsgerichts zu einer kreativen, freudigen und gemeinschaftlichen Erfahrung machen sollte. Wenn wir um die Welt reisen, können wir den Ursprung von ZWILLING nicht vergessen. Deshalb haben wir den fünften Stopp unserer kulinarischen Weltreise in Solingen begonnen. Die Stadt ist der Geburtsort von ZWILLING. Handwerk und Tradition werden in der Region und besonders in der Stadt der Klingen geschätzt.


ZWILLING Solingen, Deutschland


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ZWILLING Messer

Messer der Aktion


Interview mit einem ZWILLING Messerschleifer

Martin Löhndorf, Solingen

Meike Peters: Bitte stell dich doch kurz vor.
Martin Löhndorf: Mein Name ist Martin Löhndorf und ich arbeite als Messerschleifer bei derFirma ZWILLING J.A. Henckels GmbH. Ich bin gebürtiger Solinger.

Meike Peters: Was hat dich dazu inspiriert, Messerschleifer zu werden?
Martin Löhndorf: Es fing bereits in meiner Jugend an. Wir haben gemeinsam mit der Schule einen alten Schleifkotten besucht und ich war fasziniert von der Benutzung der Wasserräder, um die Schleifsteine anzutreiben, genauso wie dem Schleifen der Messer. Es hat mich neugierig gemacht.

Meike Peters: Warum ist Solingen eine wichtige Region für Messer?
Martin Löhndorf: Solingen besitzt eine sehr lange Messertradition. Es fing damals bereits mit dem Erz- und Eisenvorkommen vor Ort an. Die Wupper floss durch die Stadt hindurch, an der sich die Schleifkotten ansiedeln konnten, da sie die Wasserkraft für die Schleifsteine nutzen wollten.

Meike Peters: Wie lange arbeitest du schon bei ZWILLING? Hast du deine Ausbildung hier absolviert?
Martin Löhndorf: Meine Ausbildung habe ich in einem kleinen Schneidwarenbetrieb in Solingen abgeschlossen. Ich bin danach zu der Firma ZWILLING gewechselt, bei der ich
mittlerweile 24 Jahre angestellt bin.

Meike Peters: Wie sah die Ausbildung aus?
Martin Löhndorf: In Solingen gibt es verschiedene Schleifer-Ausbildungen. Ich habe die des Ausmachers gewählt. Dies bedeutet, dass ich das Messer rundherum bearbeiten musste. Die Ausbildung hat ca. 2 Jahre lang gedauert.

Meike Peters: Was fasziniert dich besonders am Handwerk?
Martin Löhndorf: Am Handwerk ist das Besondere, dass man etwas erschaffen kann. Man produziert etwas und erlangt am Ende das fertige Produkt. Es ist immer wieder ein schönes Gefühl.

Meike Peters: Welche Messer bearbeitest du hier in deiner Werkstatt?
Martin Löhndorf: In unserer Abteilung bearbeiten wir hauptsächlich Sonderserien, Prototypen und limitierten Auflagen.

Meike Peters: Hast du ein Lieblingsmesser?
Martin Löhndorf: Mein Lieblingsmesser ist das TWIN 1731 Santokumesser. Damit arbeite ich am liebsten.

Meike Peters: Was magst du an diesem Messer besonders?
Martin Löhndorf: Das Messer liegt besonders gut in der Hand, besitzt eine schlanke Klinge und der Griff fühlt sich durch das besondere Holz sehr gut an. Es bereitet mir besonders viel Freude, damit zu schneiden.

Meike Peters: Hast du Tipps, um das Messer lange scharf zu halten?
Martin Löhndorf: Das Messer sollte nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Nach jedem Arbeitsgang säubere ich mein Messer mit einem weichen Schwamm und wische es
ab. Bei den Holzgriffen verwende ich ab und zu ein wenig Olivenöl, damit die Qualität des
Holzes gut erhalten bleibt.

Meike Peters: Welche Arbeitsschritte deckst du hier bei ZWILLING ab?
Martin Löhndorf: In unsere Abteilung kommen eingeschliffene Klingen sowie unterschiedliche Holzsorten, die wir am Messer befestigen. Wir bearbeiten den Griff rundum,
anschließend die Klinge und reinigen das Messer sorgfältig.

Meike Peters: Welchen Arbeitsschritt magst du am liebsten?
Martin Löhndorf: Mein liebster Arbeitsgang ist das Schärfen der Klinge. Das sogenannte „Abziehen“. So kann ich sehen, wie das Endresultat aussieht. Wenn es gut schneidet und
sich gut anfühlt, bin ich zufrieden.

Meike Peters: Woran siehst du, ob das Messer den Vorstellungen entspricht?
Martin Löhndorf: Während meiner verschiedenen Arbeitsgänge wird mir dies schon bewusst. Das schönste Messer ist nicht schön, wenn es nicht schneidet. Der letzte Schliff ist
entscheidend.

Meike Peters: Und wie kontrollierst du das?
Martin Löhndorf: Bei dem Schärfen der Klinge halte ich einen bestimmten Winkel ein, damit die Schneide gleichmäßig abgezogen wird und schlussendlich durchgehend schneidet. Zur Selbstkontrolle nehme ich mir manchmal ein Messer und durchschneide ein Papier. Ich betrachte die Klinge und kann anhand dessen entscheiden, ob ich den Winkel eingehalten habe. Hin und wieder benutzen wir auch ein Winkelmessgerät.

Meike Peters: Die Arbeit, die du hier ausführst, ist diese eher körperlich oder geistig anstrengend?
Martin Löhndorf: Sowohl als auch. Man muss sich auf jeden Arbeitsgang konzentrieren, dennoch gewöhnt man sich im Laufe der Jahre schnell daran.

Meike Peters: Hast du das Gefühl, dass das Interesse an guten Messern wächst? Dass Menschen mittlerweile bereit sind, auch etwas mehr Geld in Messer zu investieren?
Martin Löhndorf: Ja, selbst in meinem Bekanntenkreis ist mir dies aufgefallen. Es wird immer mehr Wert darauf gelegt, ein hochwertiges Messer zu verwenden. Viele Menschen kaufen sich eine hochwertige Küche und demnach auch hochwertige Messer.

Meike Peters: Was glaubst du, ist das Besondere am deutschen Handwerk?
Martin Löhndorf: Die langjährige Tradition, die Kompetenz und die Erfahrung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Das macht für mich „Made in Germany“ aus.

Meike Peters: Was fasziniert dich so an Messern?
Martin Löhndorf: Die Machart und die Herstellung der Messer, wie sie teilweise noch von Hand hergestellt werden. Auch die altertümliche Art und Weise, wie sie damals noch auf Schleifsteinen bearbeitet wurden von den Solinger Schleifern.

Meike Peters: Hast du die Solinger Schleifer als Kind besucht?
Martin Löhndorf: Als Kind habe ich ein altes Schleifermuseum besucht und dort liefen die Schleifständer noch mit der Kraft des Wassers über die Wasserräder. Auch die riesigen
Schleifsteine, die es heute nicht mehr gibt, waren sehr beeindruckend.

Meike Peters: Hast du zu Hause ein Lieblingsmesser?
Martin Löhndorf: Persönlich arbeite ich am liebsten mit dem Koch- und dem Santokumesser. Ich besitze ein 1731 Messer von ZWILLING, das ich hin und wieder zum Schleifen in die Firma mitbringe. Ich arbeite sehr gerne mit großen Messern.

Meike Peters: Wie oft schärfst du deine Messer?
Martin Löhndorf: Ich schärfe es nicht so oft, höchstens alle zwei Monate einmal.

Meike Peters: Hast du Tipps dafür, wie man ein Messer zu Hause am besten schärft?
Martin Löhndorf: Für zu Hause würde ich definitiv den Wetzstahl empfehlen. Richtig scharf jedoch bekommt man es nur, wenn man es professionell nachschärfen lässt.

Meike Peters: Worauf muss man zu Hause achten?
Martin Löhndorf: Zu Hause muss man darauf achten, dass der Winkel gut eingehalten wird. Das Messer sollte nicht zu steil oder zu flach gehalten werden, denn sonst wird das
Klingenblatt beschädigt.

Meike Peters: Wie oft ziehst du das Messer in die jeweilige Richtung über den Wetzstahl?
Martin Löhndorf: 10- bis 15-mal schleife ich das Messer zunächst in die eine Richtung. Danach kommt der Gegenzug mit derselben Anzahl. Hierbei achte ich genau auf den Winkel.

Meike Peters: Hattest du schon immer eine Faszination für das Handwerk?
Martin Löhndorf: In Solingen wurde ich damit groß. Ich habe damals eine Ausbildung in einem alten Schneidwarenbetrieb angefangen, in dem noch auf alte traditionelle Art und
Weise gearbeitet wurde. Es war sehr interessant zu sehen, wie das Handwerk ausgeübt wird.

Meike Peters: Kannst du uns einen Tipp geben, welches Messer man am besten für welche Zutat verwendet?
Martin Löhndorf: Für Fleisch verwende ich am liebsten das Kochmesser. Um etwas anzuschneiden, eignet sich das Spick- und Garniermesser hervorragend. Für Fisch verwende ich das Filiermesser und für Gemüse natürlich das Gemüsemesser.

Meike Peters: Kochst du selbst gerne?
Martin Löhndorf: Ja, ich koche selbst auch sehr gerne.

Meike Peters: In welche Richtung geht dein Kochen?
Martin Löhndorf: In die Richtung der Hausmannskost. Das mag ich einfach am liebsten! Kartoffeln, Frikadellen oder einfach ein schönes Stück Fleisch.

Meike Peters: Hast du ein deutsches Lieblingsgericht?
Martin Löhndorf: Frikadellen sind mein Leibgericht, wenn ich sie selbst zubereiten kann.

Meike Peters: Hast du einen Tipp für die Zubereitung von Frikadellen?
Martin Löhndorf: Ich verwende lediglich Senf, Zwiebeln, Pfeffer, Salz und ein klein wenig Mayonnaise.


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